• Die Orthoptistin behandelt bei den Augenpartnern Walsrode ein Kind, das von seiner Mutter gehalten wird

Sehschule

Sehschwächen bei Kindern rechtzeitig erkennen

Kinder erlernen das Sehen wie laufen und sprechen. Eltern können sich mit den ersten Worten und Schritten ihrer Kleinkinder selbst davon überzeugen, wie diese Entwicklung voranschreitet.

Können sie das auch beim Sehen?

Erfahren Sie hier, wie sich das Sehvermögen von Kindern entwickelt und was Eltern tun können, um Fehlsichtigkeiten auszuschließen oder Sehschwächen zu therapieren.

In unserer Sehschule, die wir in Walsrode, Soltau, Schneverdingen, Schwarmstedt, Hoya und Verden anbieten, beschäftigen wir Orthoptistinnen, die für kindgerechte Untersuchungen des Auges ausgebildet sind.

Wir empfehlen Eltern eine frühzeitige Vorsorge. Aus Erfahrung legen wir Eltern ans Herz, die Augen ihres Kindes möglichst bis zum zweiten Lebensjahr untersuchen zu lassen. Werden Sehschwächen oder Fehlsichtigkeiten erkannt, sollten diese bis zum Eintritt des Kindes in die Förderphase beim Besuch des Kindergartens erkannt und behandelt werden.

Unentdeckte Sehschwächen können Auswirkungen haben auf den Lernerfolg in der Schule, wenn Kinder an die Tafel geschriebene Zahlen und Buchstaben nicht erkennen oder verwechseln, und damit auf den gesamten späteren beruflichen Werdegang.

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Wann entwickeln Kinder ihr Sehvermögen?

Wie laufen und sprechen bilden Kinder ihr Sehvermögen aus. Bei der Geburt sind auf der Netzhaut des Neugeborenen alle Rezeptoren für das Sehvermögen vorhanden, die Sehfunktionen des Babys jedoch sind noch unreif und entwickeln sich in den folgenden Monaten und Jahren.

Kinder bilden in der Regel bis zum siebten oder achten Lebensjahr ihr Sehvermögen aus. Sie stellen in diesen Jahren die Weichen für eine gute Sehleistung. Ihre Augen erlernen das Sehen durch selbständiges Trainieren, das räumliche Sehen sowie die Sehschärfe in der Ferne und in der Nähe.

Verläuft die Entwicklung des Sehvermögens richtig? Worauf sollten Eltern achten?

Eltern sollten ihr Kind im gut beobachten. Viele Hinweise auf Sehfehler ergeben sich durch Verhaltensauffälligkeiten im Alltag.

Kinder senden typische Signale aus, wenn Schwierigkeiten bei der Entwicklung ihres Sehvermögens auftreten. Eltern bringen diese Anzeichen häufig nicht in Verbindung mit den Augen ihres Kindes.

 

Hält Ihr Kind öfter den Kopf schief?

Hält ein Kleinkind seinen Kopf häufig ohne erkennbaren Grund schief, kann ein Sehfehler die Ursache sein, zum Beispiel eine ausgeprägte Hornhautverkrümmung.
 

Stolpert Ihr Kind öfter oder möchte nicht klettern?

Kinder, die nicht gut sehen, zeigen ihre Sehschwäche durch Vermeidung. Sie haben keine Lust dazu, mit Lego-Steinen zu bauen, stolpern beim Gehen oder Klettern ungern.

Kinder mit einer Sehschwäche sind lieber draußen.
 

Klagt Ihr Kind öfter über Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen können darauf hindeuten, dass Ihr Kind eine Sehschwäche wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung besitzt und darunter leidet.
 

Halten Kinder Bilderbücher ganz nah an ihre Augen? Oder verwechseln Kinder Löffel und Gabel?

Verhaltensauffälligkeiten wie diese können darauf hindeuten, dass Ihr Kind an einer Sehschwäche leidet.

 

Christina Ng: „Wir sind aus allen Wolken gefallen!“

„Als mir die Augenpartner das Ergebnis des Sehtests mitgeteilt haben, bin ich aus allen Wolken gefallen. Meine Tochter Mala soll minus acht Dioptrien und nur vier Prozent Sehkraft auf dem linken Auge haben?

Zuhause habe ich eine Webseite gefunden, auf der man selbst erleben kann, wie es ist, mit minus acht Dioptrien zu sehen. Ich habe gedacht „oh, mein Gott! Wie ist Mala bloß sechs Jahre lang durchs Leben gekommen?“

Sie hat 1a gemalt, geschnitten, ist ganz normal gelaufen.

Warum habe ich das nicht bemerkt? Ich habe mir Vorwürfe gemacht: Was hast du übersehen? Ich war wütend, hatte Selbstzweifel. Und mir tat mein Kind so leid.

Hätte ich es merken müssen?

Mala klagte ja nicht über Kopfschmerzen, hatte keine Beschwerden oder andere Einschränkungen. „Sie können das als Mutter nicht bemerken.“ Die Aussage der Orthoptistin hat mich beruhigt.

Malas starke, einseitige Kurzsichtigkeit ist die ganzen Jahre über niemandem aufgefallen. Der Kinderarzt hat Sehtests mit ihr gemacht, alles war gut, Mala hat alle U-Untersuchungen bestanden. Ich weiß nicht, wie sie sich da immer durchgemogelt hat?

Mit sechs Jahren, bei der Einschulungsuntersuchung, haben wir den Hinweis bekommen, dass Malas Sehtest auffällig sei.

Da wir im Bekanntenkreis nur Gutes über die Augenpartner gehört haben, haben wir einen Termin vereinbart.

Nach Untersuchung und Diagnose hat Mala die Klebetherapie und eine Brille verschrieben bekommen.
Die Brille ist von Tag 1 an zu „ihrer Brille“ geworden. Mala trägt die Brille die ganze Zeit und vermisst sie sehr schnell, wenn sie sie einmal absetzen muss. Nach dem Duschen ist  ihre erste Frage stets „wo ist meine Brille?“

Dank regelmäßigen Klebens haben sich Malas Werte schon etwas verbessert, Mala ist mit minus sieben statt minus acht Dioptrien immer noch stark kurzsichtig auf dem linken Auge.

Wir als Eltern wissen, dass unsere Tochter ein Leben lang Brille tragen wird. Aber wir sind dankbar dafür, dass Mala mit Klebetherapie und Brille nun eine Sehkraft von 100 Prozent erreicht hat."

Malas starke Kurzsichtigkeit


Christina Ng:
„Wir sind aus allen Wolken gefallen!“


Oles starke Weitsichtigkeit behandelt


Daniela Sonderwerth:
„Dieser Moment war einfach herzerwärmend“


Starke Kurzsichtigkeit bei Paul


Sofia Wotschal:
„Paul hat erstmal stillgesessen und sich alles in Ruhe angeguckt“


Wann sollte mein Kind zum Augenarzt? Je früher, desto besser?

Eltern besitzen ein gutes Gespür dafür, wie sich das Sehvermögens ihres Kindes entwickelt. Sie vereinbaren einen Termin beim Augenarzt oder der Orthoptistin, wenn sie Fehlsichtigkeiten vermuten.

Dennoch kann auch aufmerksamen Eltern entgehen, dass ihr Kind an einer Sehschwäche wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung leidet.

Ja, Eltern sollten frühzeitig von Orthoptistin oder Augenarzt das Sehvermögen Ihres Kindes überprüfen lassen.

Wir empfehlen deshalb den Augencheck für Kinder bis zum zweiten Lebensjahr. Unsere Orthoptisten und Augenärzte können Fehlsichtigkeiten feststellen und in dieser frühen Lebensphase rechtzeitig therapieren und korrigieren.

Je früher Fehlsichtigkeiten oder Schielstellung erkannt werden, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie für gutes Sehen im Erwachsenenalter.

Sieht mein Kind gut? Was können Eltern tun?

Probe-Okklusion – testen Sie das Sehvermögen Ihres Kindes

Eine gute Möglichkeit für Eltern, das Sehvermögen ihres Kindes zu testen, ist die Probe-Okklusion.

 

Halten Sie mit der Hand zunächst das eine, dann das andere Auge für einige Sekunden zu und beobachten Sie Ihr Kind dabei.

 

Wie reagiert Ihr Kind?

Bleibt es ruhig und gelassen?

Oder erkennen Sie Widerstand?

Versucht das Kind, Ihre Hand von seinem Auge zu nehmen?

 

Falls Sie bei der Probe-Okklusion feststellen, dass Ihr Kind unruhig wird, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Augenarzt vereinbaren, um die Augen Ihres Kindes untersuchen zu lassen.

 

Rotaugen-Effekt – erkennen Sie unterschiedliche Rottöne in den Augen Ihres Kindes?

Fotografieren Sie Ihr Kind häufiger? Suchen Sie Fotos heraus, auf denen der Blitz Ihrer Kamera den so genannten Rotaugeneffekt ausgelöst hat.

Schauen Sie sich die Bilder an. Sind die Rottöne der Pupillen farblich gleichmäßig? Oder erkennen Sie unterschiedliche Rottöne in den Augen Ihrer Kinder?

Unterschiedliche Rottöne sind ein Merkmal für Sehschwächen. Falls Sie unterschiedliche Rottöne in den Pupillen Ihres Kindes erkannt haben, vereinbaren Sie zur Sicherheit bitte einen Termin bei Ihrem Augenarzt, um Fehlsichtigkeiten rechtzeitig zu erkennen oder auszuschließen.

Wie behandeln wir Fehlsichtigkeiten?

In der Medizin stehen uns heute verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, um Fehlsichtigkeiten zu korrigieren. Dazu zählen Maßnahmen wie eine Brille sowie eine Abklebebehandlung mit einem Pflaster. Auch Brillen, Tropftherapien oder spezielle Kontaktlinsen können eine Option sein. Welche therapeutische Maßnahme sinnvoll ist, entscheiden unsere Patienten gemeinsam mit ihrer Orthoptistin oder Ihrem Augenarzt.

Kindersprechstunde

Gerade in der frühkindlichen Phase haben wir die Möglichkeit, Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken. 
Wir erkennen frühkindliches Schielen rechtzeitig, diagnostizieren Störungen des ein- oder beidäugigen Sehens (Augenzittern), Störungen der Augenbewegungen (Doppelbilder) und behandeln kopfschmerzauslösende Augenproblematiken.

Wenn wir zum Beispiel eine Brillenbedürftigkeit bei Kleinkindern rechtzeitig behandeln, können wir mit einer Brille mögliche Einbußen der Sehfähigkeit, die in späteren Lebensjahren irreversibel sind, vermeiden.

Besuchen Sie unsere Kindersprechstunde, um die Entwicklung des Sehvermögens ihres Kindes zu überprüfen. Wir Augenpartner sind für Ihr Kind an all unseren Standorten da.